Archiv für den Monat: Januar 2016

Wirtschaftsförderung für die Stadt Ahrensburg? Nein, sondern städtisches Missmanagement!

Wer wie ich schon ein paar Jahre länger in Ahrensburg oder Umgebung beheimatet ist, der hat ihn noch in blühender Erinnerung: Der Ahrensburger Wochenmarkt war ein Prunkstück in der Innenstadt. Damals war der Rathausplatz voll mit Ständen bis zum Rand, und das Angebot war wunderbar und vielseitig. Die Händler kamen von weither genauso wie viele Kunden, um sich auf dem Ahrensburger Wochenmarkt zu tummeln. Wir Ahrensburger konnten wirklich stolz sein auf unseren Wochenmarkt. Damals, wie gesagt. Und heute? Heute herrscht dort Tristesse in toter Hose.

Parallel mit der Amtszeit des derzeitigen Bürgermeisters haben sich die Schulden der Stadt auf- und der Wochenmarkt abgebaut. Als wir heute über den Rathausplatz gingen, es war kurz vor 12 Uhr, da herrschte dort nicht nur gähnende Leere, sondern auch Trübsal. Der Platz war mehr Parkplatz für Autos als Marktplatz für Menschen. Ein gruseliges Bild, wenn Sie sich das bitte mal selber anschauen wollen:

Ahrensburger Wochenmarkt 2016

Nein, das lag bestimmt nicht am Wetter, denn Regen gab es auch schon früher! Der Grund dafür ist vielmehr im Rathaus zu suchen, nämlich in der Person des „Gut-gemacht!“-Bürgermeisters Michael Sarach. Denn Verwaltung und Gestaltung des Wochenmarktes liegen in den Händen der städtischen Verwaltung. Und dort schaut man seit Jahren unbeteiligt zu, wie unser ehemaliges Paradestück verkommt wie die Straßen in unserer Stadt. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Januar 2016

Stormarn-Beilage gibt bekannt: Ahrensburger Zeitung ist wieder da!

Sie erinnern sich vielleicht noch an die „Ahrensburger Zeitung“, die in grauer Vorzeit mal ein eigenständiges Blatt in Ahrensburg gewesen ist, das später dann zur Beilage im „Hamburger Abendblatt“ wurde. Und dann wurde sie eingestellt, die „Ahrensburger Zeitung“, und ersetzt durch eben die Stormarn-Beilage, die dem Abendblatt täglich beiliegt.

"Ahrensburger Zeitung" in der Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt

„Ahrensburger Zeitung“ in der Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt

Heute bringt die Stormarn-Beilage die „Ahrensburger Zeitung“, und zwar als „Sonderveröffentlichung“ auf einer Seite. Und diese Seite enthält für den Leser erkennbare Anzeigen und versteckte Werbung. Diese versteckte Werbung sind redaktionell gestaltete Anzeigen, die aber nicht als Anzeigen gekennzeichnet sind wie es das Presserecht vorschreibt.

Oder mit anderen Worten: Die Stormarn-Beilage kümmert sich einen Scheißdreck darum, was ihr rechtlich untersagt ist. Ob die Mitarbeiter begriffsstutzig sind, das zu kapieren, weiß ich nicht; aber ich weiß, dass sie nicht sonderlich intelligent sein können, weil sie ihre Leser offenbar für dumm verkaufen wollen.

Zur Erinnerung: Das ehemalige „Ahrensburg Magazin“ wurde, genauso wie ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg), wegen nicht vorschriftsmäßig gekennzeichneter Werbung abgemahnt durch die Wettbewerbszentrale, die gegen unlauteren Wettbewerb einschreitet. Vermutlich möchte die Stormarn-Beilage diesbezüglich ebenfalls abgemahnt werden.

Ach noch etwas: Von den sechs gestalteten Anzeigen auf der Seite „Ahrensburger Zeitung“ stammen nur zwei aus Ahrensburg, der Rest aus Bargteheide und Großhansdorf.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. Januar 2016

Glosse: Lilliveeh ist empört über einen „dreisten Diebstahl“ und verstößt damit selber gegen geltendes Presserecht

Tagtäglich hören wir von Einbrüchen in unserer Stadt, von Überfällen und Diebstählen. Jetzt aber ist passierte ein Delikt, das es zuvor noch nicht gegeben hat: Ein komplettes Haus wurde gestohlen. Und das schon zum zweiten Mal!

aus: ahrensburg24

aus: ahrensburg24

Genauer: ein Vogelhäuschen ist verschwunden, und zwar „in der Nachbarschaft von Ahrensburg“, nämlich „in der Gerhard-Hauptmann-Straße in Ahrensburg“. Was für Lilliveeh von ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg) ein „dreister Diebstahl“ ist. Und die selbsternannte Qualitätsjournalistin fragt empört: „Wer, bitte schön, klaut denn ein Vogelhäuschen?“

Ja, wer, bitte schön, tut so etwas Böses und das schon zum zweiten Mal? Eine Frage, die durch unsere Stadt geht wie die Frage: Kann die Polizei uns Bürger überhaupt noch schützen gegen Eigentumsdelikte?

Dass in Ahrensburg viel Wohnraum benötigt wird von Einwohnern und Flüchtlingen, das ist bekannt. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass z. B. ein Flüchtling ein Vogelhäuschen stiehlt, um damit vielleicht symbolisch anzuzeigen, dass es in der Stadt zwar ausreichend Häuser für Vögel gibt, nicht aber für Menschen. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2016

Ahrensburg: Eine Stadt in Deutschland, in der Weihnachten nahtlos in Ostern übergeht

Als wir gestern Abend zum Dinner bei Big Döner im CCA waren und hernach durch den Geistergang auf die Große Straße gingen, da glaubten wir unseren Augen nicht trauen zu können: Die Weihnachtssterne strahlten im hellen Glanz – siehe das Beweisfoto! (Jawohl, liebe Leser, es ist wirklich wahr: Weihnachtssterne am 28. Januar – da kann man nur froh sein, dass es LED-Lämpchen sind, die dort brennen!) 

Ahrensburg, Große Straße am 28. Januar 2015

Ahrensburg, Große Straße: Weihnachtssterne leuchten am 28. Januar 2016

Und als wir dann zu unserem Auto gingen, fiel uns ein, dass wir noch etwas aus dem Supermarkt brauchten. Und dort sahen wir: Ostern! Genauer: Penny hat die Regale schon mit Ostersachen gefüllt und zeigt an: „…bei uns ist das so: Ostern ist ganz nah“ – siehe Abbildung unten! (Nur ein Schelm wie ich kann auf die nacheliegende Idee kommen, dass hier hauptsächlich schon Likör-  und Weinbrand-Eier an die entsprechende Klientel verkauft werden sollen!) 

Falls es Sie interessiert: Das letzte Weihnachtsfest war am 25. und 26. Dezember 2015; und Ostern ist am 27. und 28. Marz 2016. Was bedeutet: Zwischen Weihnachten und Ostern liegen drei Monate, also ein Vierteljahr. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. Januar 2016

Benefiz-Festival für Flüchtlinge: Die Stadtverordnete Anne Hengstler (CDU) will Auskünfte

Wie Leser „Hans Wurst“ in einem Kommentar hinweist, gibt es am 4. Februar 2016 in der Sitzung vom Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss einige Fragen der Stadtverordnetin Anne Hengstler (CDU) zur Benefiz-Veranstaltung für Flüchtlinge (siehe Abbildung!), nämlich das sogenannte Gutshof-Festival (Schirmherr: Bürgermeister Michael Sarach), über das ich bereits mehrfach berichtet habe.

Bildschirmfoto 2016-01-28 um 12.15.57Die Stadtverordnete Anne Hengstler stellt Fragen, deren Beantwortung von allgemeinem Interesse der Bürger ist. Dazu wäre genauso interessant zu erfahren, wie hoch die Erlöse aus dem Benefiz-Abend für Vince Weber (Schirmherr: Michael Sarach) gewesen sind, die von derselben Veranstalterin durchgeführt worden sind, die auch die Ahrensburger Musiknacht (Schirmherr: Michael Sarach) veranstaltet.

Benefiz-Veranstaltungen gehen meiner Meinung nach nicht unter Ausschluss des Rechtsweges; hier muss ein Notar über das Ergebnis wachen. Oder zumindest der amtliche Schirmherr.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Januar 2016

Mogelpackung aus Ahrensburg

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat gerade Mogelpackungen kritisiert und die schlimmsten Fälle des Jahres bekanntgegeben. Übersehen wurde dabei offensichtlich das Hamburger Abendblatt mit seiner Mogelpackung „Stormarn online“, auf die ich schon mehrfach hingewiesen habe.

aus: Stormarn online

aus: Stormarn online

Warum? Der Verlag in Essen verkauft das Online-Portal an die Abonnenten vom gedruckten Hamburger Abendblatt für 14,70 Euro im Quartal zusätzlich zu den Abo-Gebühren der Print-Ausgabe. Dieses Geld muss der Leser sogar im voraus (!) bezahlen! Und dem Online-Abonnenten werden  dafür aktuelle Informationen versprochen.

Aber Pustekuchen! Die Informationen, die dort stehen, findet der Leser auch in der gdruckten Stormarn-Beilage desselben Tages. Und wenn mal eine tagesaktuelle Meldung online auftaucht, dann ist das irgendein banaler Verkehrsunfall mit Symbolfoto. Oder der Bericht von einem Vogel, der in Oststeinbek oder sonst wo von der Feuerwehr aus der Krone eines hohen Baumes gerettet wurde – donni, donni aber auch! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. Januar 2016

Meine persönliche Empfehlung: Audi in Sasel

Wer mich kennt, der kennt auch meine Einstellung: Einkaufen tut der Ahrensburger in Ahrensburg! Natürlich ist das nicht immer möglich, denn nicht alles, was der Mensch so benötigt, bekommt er auch vor Ort. Und wenn der Mensch, nämlich ich, von einem Händler in Ahrensburg enttäuscht wurde, und zwar mehrfach, dann ist der Laden für mich fortan ein No-Go.

Bildschirmfoto 2016-01-27 um 15.36.20Meinen Audi habe ich in Ahrensburg gekauft, und zwar direkt bei Audi, dem Filialbetrieb. Dort habe ich auch jahrelang die Pflege und die Wartung nach Scheckheft machen lassen und alles gekauft, was ich für mein Auto benötigt habe, von Reifen bis zum Kindersitz. Dann kam eine mehrfache Enttäuschung, und Audi Ahrensburg war für mich erledigt.

Und nun mache ich mal kostenlos Werbung für Audi in Sasel. Die Firma heißt Petschallies und ist – jawohl: ein Familienbetrieb, und zwar einer der letzten weit und breit, die die Marke Audi (ebenso VW) verkaufen, warten und reparieren. Die Entfernung von Ahrensburg nach Sasel ist kein Problem, denn Petschallies chauffiert seine Kunden von der Ladentür bis zur Haustür und umgekehrt – natürlich kostenlos. Außerdem: Es gibt reichlich Parkplätze vor der Tür im Volksdorfer Weg.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Januar 2016

Stormarn-Beilage tarnt Werbung – Unwissen oder Absicht?

Heute verstößt die Stormarn-Beilage mal wieder gegen geltendes Presserecht. Denn das Blatt bringt zwei redaktionell gestaltete Werbebeiträge für zwei Restaurants, ohne diese Texte vorschriftsmäßig als „Anzeigen“ zu überschreiben. 

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Auch der jüngste Verlagspraktikant weiß, dass so etwas wider die guten Sitten ist, vom Recht mal ganz abgesehen. Der Presserat informiert: „Redaktionelle Sonderveröffentlichungen unterliegen der gleichen redaktionellen Verantwortung wie alle redaktionellen Veröffentlichungen.“ Das heißt fortführend: Werbung und Redaktion müssen deutlich getrennt sein. Und wenn es sich um bezahlte Werbung handelt – sogenannte Advertorials – dann muss „Anzeige“ darüber stehen, um den Leser nicht in die Irre zu führen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Januar 2016

Manchmal könnte man als Ahrensburger glatt die Bäume hochgehen

Im Frühjahr 2015 brachte die Stormarn-Beilage große Berichte über eine nicht genehmigte Fällaktion von naturgeschützten Bäumen auf dem Gelände vom Rohrbogenwerk, wo ja nun eine Brauerei aus dem Boden wachsen soll und ein neues Kulturzentrum. Und die Stormarn-Beilage nahm damals kein Blatt vor den Mund, nannte die Firma Kroschke als Verursacher des Naturfrevels. Und es würden Sanktionen der Stadt gegen die Firma erfolgen, so las man es.

aus: Hamburger Abendblatt

aus: Hamburger Abendblatt

Hernach wurde die Berichterstattung in der Stormarn-Beilage dann immer dürftiger, um schließlich am 4. Juni 2015 ein Ende zu finden mit dem Hinweis: Der Unternehmer Kroschke muss neue Bäume pflanzen. Und: „Zudem wurde ein Bußgeldverfahren gegen den Unternehmer eingeleitet“ – siehe den nebenstehenden Mini-Beitrag.

Darüber, ob das Bußgeldverfahren inzwischen abgeschlossen ist und vor allem darüber, wie hoch der Bußgeldbescheid ausgefallen ist, habe ich nichts mehr in der Stormarn-Beilage entdeckt. Na ja, ist ja auch nicht so interessant für uns Leser, gelle? Sonst würden wir womöglich auch anfangen, unliebsame Bäume auf unserem Grundstück abzuholzen, ohne die Zustimmung einer Umweltbehörde.

Und dann – im November des vergangenen Jahres – berichtete die Stormarn-Beilage wieder von einer Fällaktion, diesmal „am Ostring von Ahrensburg“. Das war eine recht grobe Angabe, denn Beobachter wollen wissen, dass es auf einem privaten Grundstück im Sommerpark gewesen ist, das vor noch gar nicht allzu langer Zeit seinen Eigentümer gewechselt hat. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Januar 2016

Anmerkungen zu zwei Punkten im Grünen Newsletter

Unter der biblischen Überschrift „Friede auf Erden“ informiert Horst Marzi, Sprecher des Vorstandes vom Bündnis90/Die Grünen: „Die Beteiligung der Bundeswehr am ‚Kriegseinsatz‘ in Syrien führt zu weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung und verringert die Terrorgefahr in Deutschland in keiner Weise.“

Mail-AnhangAnalog dazu hätte der Grüne auch schreiben können: „Die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien führt zu weiterer Gewalt in Deutschland und verringert die Terrorgefahr in Deutschland in keiner Weise.“

Und dann informiert der Stadtverordnete der Grünen, Christian Schmidt, zum leidigen Thema Moorwanderwegbrücke: „Bündnis 90/Die Grünen haben ebenfalls einen Antrag zum Haushalt 2016 gestellt. Wir haben beantragt, dass die Erneuerung der Moorwanderwegbrücke nicht auf das Jahr 2019 geschoben wird, sondern bereits in diesem Jahr stattfindet. Auf Bitten der CDU-Fraktion, die darüber noch beraten will, wird unser Antrag erst in der Februar-Sitzung behandelt.“ 

Woher das Geld kommen soll, verraten die Grünen allerdings nicht. Meine Empfehlung: Vom Kauf des Alten Speichers gaaanz schnell abspringen, bevor es zu spät dazu ist!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. Januar 2016