Archiv für den Monat: April 2015

Mal ehrlich: Möchten Sie Bürgermeister/in von Ahrensburg werden…?

Zeichnung: Erich Rauschenbach

Zeichnung: Erich Rauschenbach

Monika Veeh, deren Werbeportal ahrensburg24 seit seinem Erscheinen von der Stadt Ahrensburg mitfinanziert wird (Partner: Stadtwerke Ahrensburg), weist heute darauf hin, dass Ahrensburg finanziell mehr als bescheiden dasteht: „Das Innenministerium hat der Stadt mit dem Brief zur Genehmigung des Haushaltes eine Ermahnung zur Haushaltskonsolidierung geschickt. 50 Millionen Euro Schulden könnten bis 2018 entstehen. ‚Ahrensburg tut zu wenig‘, so das Credo.“

Richtig ist: Ahrensburg tut nicht zu wenig, sondern Ahensburg tut zuviel, indem die Stadt nämlich zuviel Geld ausgibt. Das ist nicht der Bürgermeister allein und sein spendierfreudiger Stadtkämmerer, sondern das sind nicht zuletzt auch unsere verehrten Damen und Herren Stadtverordneten, die über alles entscheiden, was Geld kostet. Und die mitunter nicht so genau hingucken – siehe Stadtwerke Ahrensburg, wo man den Gewinn leider um schlappe 1,5 Millionen Euro nach unten berichtigen musste, weil der Aufsichtsrat nicht aufgepasst hat bei dem, was Horst Kienel dort falsch verbucht hat.

Dass die Fiananzlage der Stadt nicht rosig ist, wussten wir. Dass sich aber bis 2018 ein Schuldenberg von möglichen 50 Millionen Euro aufbauen könnte, das ist mir neu. Und ich empfinde diesen Gedanken im höchsten Maße als gruselig.

Und genau an dieser Stelle komme ich zum Fazit meines Blog-Eintrages, der in der Frage gipfelt: Ist nicht jeder, der sich in Ahrensburg um das Amt des Bürgermeisters bewirbt, ein Kamikaze-Flieger…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2015

Kulturbetrieb Marstall: ein Selbstbedienungsladen…?

Es macht den Eindruck, als gäbe es in Ahrensburg bzw. im Kreise Stormarn keine freien Künstler mehr, die es wert sind, dass ihre Werke im Marstall ausgestellt werden. Nach der Papprollen-Suse und dem Witz-Würstchen haben die Kulturschaffenden um den Marstall sich Gedanken gemacht und überlegt: Welche Künstler sind genauso interessant wie honorig, dass man ihre Werke im Marstall präsentieren könnte?

Aus: Stormarn online (Bild: HDZ)

Aus: Stormarn online (Bild: HDZ)

Die Würfel sind gefallen, und zwar auf Katharina „Hurz“ Schlüter und Armin Diedrichsen. Beide werden an diesem Samstag ihre „Exponate“ im Kulturzentrum Marstall ausstellen, wie die Stormarn-Beilage uns heute berichtet.

Ich habe mich schon immer gefragt: Wer entscheidet eigentlich darüber, welche Künstler sich im Marstall präsentieren dürfen? Wird das ausgelost? Entscheidet eine sachkundige Jüry darüber? Oder ist es ein Windhundrennen nach der Jekami-Devise…?

Wer es nicht weiß: Die beiden Künstler, die ihre Exponate am Samstag im Kulturzentrum Marstall zeigen, sind Angehörige des Ahrensburger Kulturbetriebes. Katharina „Hurz“ Schlüter ist Kuratoin der Stiftung der Sparkasse Holstein. Und Armin Diedrichsen ist so etwas wie ein künstlerischer Leiter der Bühne im Marstall.

Frage: Wer hat Schlüter & Diedrichsen ausgewählt, dass sie ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren dürfen? Welche Künstler standen alternativ zur Auswahl…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2015

Eine frühzeitige Beteiligung der Bürger über die Zukunft der Stadt ist von der Verwaltung nicht erwünscht, oder…?

Wenn Sie wissen wollen, was heute in Ahrensburg veranstaltet wird, dann gehen Sie vermutlich auf die Homepage der Stadt und gucken dort unter „Veranstaltungen“ nach. Und was finden Sie dort für heute? Sie finden zum einen den Hinweis auf eine Verkaufsveranstaltung des Rowohlt-Verlages unter dem Thema „Stormarn liest ein Buch“. Und Sie finden etwas zum Thema „Philosophie im Stall: Ehre, Würde und Seele“ – siehe die Abbildung!

Bildschirmfoto 2015-04-29 um 16.58.51Wenn Sie aber Leser der Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt sind, dann finden Sie dort noch etwas für heute, und zwar unter der Überschrift: „Heute können die Ahrensburger über die Zukunft der Stadt mitreden“. Und am Fuße des Beitrages erfahren Sie: „Informationsveranstaltung zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“. Und diese frühzeitige Beteiligung über den Flächennutzungsplan von Ahrensburg findet statt um 19 Uhr im Rathaus-Foyer.  Wohlgemerkt: heute!

Auf der Homepage der Stadt erfolgt keine frühzeitige Information darüber, auch an anderer Stelle habe ich nichts gefunden. Immerhin: Morgen ist die Veranstaltung „Filzperlen selber filzen“ im Blockhaus – vielleicht haben diese Filzperlen was mit der Zukunft unserer Stadt zu tun und nicht nur mit ihrer Vergangenheit…?  😉

Postskriptum: Heute Abend ist wieder Fußball im Fernsehen! 🙂

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. April 2015

Was Landrat Klaus Plöger unter „Erfolg“ versteht

Heute finden wir in der Stormarn-Beilage einen großen Jubelbericht von Kulturchefin Martina Tabel über die Kulturstiftungen der Sparkasse Holstein, der ich Veruntreuung von Stiftungsgeldern vorgeworfen habe. Dieser Vorwurf erfolgte zur Aktion eines Baldur Burwitz, dem die Kulturstiftung unsere Galerie am Marstall für einen billigen Schabernack zur Verfügung gestellt hat.

Aus dem Beitrag der Stormarn-Beilage zitiere ich einen Absatz und also lautend:

Aus: Storman-Beilage (Bild: HDZ)

Aus: Stormarn-Beilage (Bild: HDZ)

Der jüngste Coup von Baldur Burwitz hat für Diskussionen gesorgt. Und das nicht nur im Publikum, sondern auch in der Kulturstiftung selbst. Burwitz hatte wie berichtet den Marstall in zwei Räume geteilt und nach dem Zufallsprinzip Besucher in den VIP-Bereich gelassen und andere dort ausgeschlossen. „Das war eine der besten Ausstellungen, die wir hatten“, sagt Plöger. „Wenn wir den Erfolg daran messen, wie viel darüber in der Zeitung gestanden hat. Trotzdem müssen wir über das Marketing nachdenken.“ Plöger waren die Provokation, der Bockwurst-Stand und der Film des Künstlers über Ahrensburg zu wenig. „Menschen, die damit nichts anfangen können, werden vergrault“, sagt der Landrat. „Es wäre gut gewesen, wenn man diesen Leuten noch etwas anderes hätte anbieten können. Bilder oder Skulpturen.“ Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. April 2015

Bürgermeister-Wahl: optische Präsentation der Kandidaten

Das spannendste Thema dieses Jahres in Ahrensburg ist die Wahl des Bürgermeisters. Sie kennen die drei Kandidaten, die sich bis jetzt gemeldet haben, zumindest dem Namen nach. Und wenn Sie Ahrensburg.TV nach den Stadtverordneten-Versammlungen gucken, dann sehen Sie dort (mitunter) auch die beiden Herausforderer des jetzigen Amtsinhabers.

Vor die Kamera getreten ist gestern Abend Jörg Hansen, der Kandidat, den die Grünen befürworten. Und wenn Sie sich mal anschauen, wie der Grüne dort spricht und guckt, dann werden Sie sich vielleicht fragen: „Nicht wirklich, oder…?“ Und deshalb empfehle ich dem grünen Kandidaten, sich mal anzuschauen, wie Thomas Bellizzi (FDP) in die Kamera guckt und spricht. Da können Sie eine Menge von Ihrem jungen Kollegen lernen, lieber Jörg Hansen.

Christian Conring (CDU) hat sich gestern als pfiffig erwiesen: Weil das Thema unangenehm ist, hat er Anne Hengstler (CDU) vorgehen lassen zur Kamera von Ahrensburg.TV. Die Lehrerin der Stormarnschule zeigt zwar kein besonders gutes Bild, aber sie will ja auch nicht Bürgermeisterin von Ahrensburg werden.

Vulkanausbruch in Ahrensburg...?

Vulkanausbruch in Ahrensburg…? (Bild: HDZ)

Und auch Ahrensburg.TV bekommt von mir einen wohlgemeinten Rat: Nehmen Sie Ahrensburg bitte aus der Feuersbrunst, lieber Martin Hoefling – siehe die Abbildung! Hier ist weder ein Vulkan ausgebrochen noch der dritte Weltkrieg, sodass dieses Horror-Szenario einfach nicht angebracht ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. April 2015

Sanierung Alter Lokschuppen: kein kostenloses Parken auf der Alten Reitbahn

Gestern Abend wurde in der Stadtverordneten-Versammlung mit der Stimmenmehrheit von CDU und WAB beschlossen, dass die Alte Reitbahn während der Bauphase am Lokschuppen nicht gebührenfrei zu beparken ist. In meinen Augen eine eindeutige Entscheidung gegen die Interessen der Bürger sprich Autofahrer.

IMG_1043Anne Hengsler (CDU) begründete die Sturheit ihrer Partei gegenüber ahrensburgTV mit dem Hinweis, dass dadurch keine zusätzlichen Parkplatze entstünden. Das ist schlichtweg falsch, denn die Alte Reitbahn hat immer noch Kapazitäten frei. Aber nicht alle Menschen, Frau Hengstler, können oder möchten jeden Montat 40 Euro mehr ausgeben, um dort zu parken. Und wenn die Stadt kostenlose Parkplätze stilllegt, dann hat sie auch eine Verantwortung gegenüber diesen Autofahrern, kostenlose Ersatzparkplätze zu schaffen. Wenn ihr das anderswo nicht gelingt, dann dürfen die Bürger nicht darunter leiden.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. April 2015

ahrensburg24: Wo die Leser hinters Licht geführt werden

Monika Veeh, früher mal Schreiberin beim MARKT, betreibt nun schon seit einiger Zeit in Ahrensburg das Online-Werbeportal ahrensburg24 (Partner: Stadtwerke Ahrensburg). Und Monika Veeh behauptet allen Ernstes: „ahrensburg24.de ist der Anspruch der Pressefreiheit ein hohes Gut. Wir sind überparteilich und unabhängig in unserer Berichterstattung und legen Wert auf qualitativ hochwertige journalistische Arbeit“. Und das ist lächerlich, Frau Veeh!

ahrensburg24: Werbung getarnt als "Advertorial" (Bild: HDZ)

ahrensburg24: Werbung getarnt als „Advertorial“ (Bild: HDZ)

Bei ahrensburg24 weiß man sehr häufig nicht, wo die Redaktion aufhört und die Werbung anfängt. Was meint: Beides wird munter gemischt. Und der Leser erkennt nicht sofort, ob er einen redaktionellen Beitrag liest oder einen Text, für den ein anderer bezahlt hat, sprich: Werbung.

Das hat mit Pressefreiheit nichts zu tun, Frau Veeh, und erst recht nicht mit „qualitativ hochwertiger journalister Arbeit“, sondern das ist die unterste Stufe von hinterlistiger Lohnschreiberei und der Versuch, die Leser hinters Licht zu führen.

Nun kommt Frau Veeh ihren Lesern schon wieder auf unlauterem Wege entgegen: Werbung für den Hoisdorfer Golfclub, die sie als Anzeige bezeichnen muss, nennt sie „Advertorial“, um die Leser zu verarschen. So, wie es bis vor einigen Monaten auch das „Ahrensburg-Magazin“ gemacht hat, bevor die Zentrale gegen unlauteren Wettbewerb dagegen vorgegangen ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2015

Der Bürgermeister spielt ein Spielchen mit uns Bürgern

Heute spielt der Bürgermeister mal wieder ein meisterliches Spiel mit den Bürgern seiner Stadt. Es heißt: „Was ist denn nun wirklich?“ und spielt sich ab in der Stormarn-Beilage, und zwar auf Seite 2 der Ausgabe von heute.

Unbenannt-3Wir finden im Blatt eine Anzeige der Stadt Ahrensburg, Absender: „Der Bürgermeister“. Und diese Anzeige ist überschrieben: „Amtliche Anzeigen, Zwangsversteigerungen“. Und weil ich wissen wollte, wo was wann zwangsversteigert wird, habe ich gesucht und … nix gefunden. Stattdessen finde ich dort „Amtliche Bekanntmachungen“, und die sind drollig. Zum Beispiel die Tagung vom Umweltausschuss am 06.05.2015: Die findet tatsächlich 2 x in der Kläranlage statt mit exakt denselben Tagesordnungspunkten – wenn Sie sich das bitte mal anschauen wollen!

Aber noch viel, viel witziger ist die Tagung vom Bau- und Planungsausschuss, die ebenfalls am 06.05.2015 passieren soll und auch zur selben Zeit. Aaaber: Mit unterschiedlichen Tagesordnungspunkten, und zwar ab TOP 11  – siehe die beiden „Amtlichen Bekanntmachungen“ am Fuße nebeneinander! Außerdem: Nach der Einwohnerfragestunde sind auch noch „Fragen zu Ihrem Hamburger Abendblatt-Abo“ erlaubt, wie wir unten links erfahren! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2015

Vorstellungen des Bürgermeister-Kandidaten Jörg Hansen

Jörg Hansen (Bündnis90/Die Grünen) will Bürgermeister von Ahrensburg werden. Ich schätze den Mann – als Menschen. Ob er allerdings das Format zum Bürgermeister hat? Ich denke: eher nicht. Zumindest nicht nach dem, was er heute in der Stormarn-Beilage äußert in der Serie zum Flächennutzungsplan von Ahrensburg.

Jörg Hansen, Bürgermeister-Kandidat (Bild: HDZ)

Jörg Hansen, Bürgermeister-Kandidat (Bild: HDZ)

Jörg Hansen meint zum Parkplatz Alte Reitbahn: „Hier sind intelligente Konzepte gefragt.“ Eine Feststellung, der ich voll zustimme. Doch dann meint der Bürgermeister-Kandidat: „Wir können uns hier eine Mischbebauung, auch ein Kino mit hochwertiger Gastronomie und Landenangeboten vorstellen, ohne Verlust an öffentlichen Stellplätzen“. Und dann sagt Hansen außerdem: „Den Stormarnplatz wollen wir als Sportstätte erhalten.“

Nach solchen Aussagen habe ich meine Zweifel daran, dass Jörg Hansen ein passender Bürgermeister für unsere Stadt ist. Zum einen weiß der Mann offensichtlich nicht, dass Ahrensburg kein Kino benötigt, sonst hätten wir schon lange eines. Zum anderen brauchen wir auf der Alten Reitbahn keine „hochwertige Gastronomie“, weil wir die schon ausreichend in der Innenstadt haben und somit einen Verdrängungswettbewerb bekämen. Und noch viel weniger brauchen wir dort am Rande der City neue „Ladenangebote“, zumal in der Innenstadt vom CCA bis zum ehemaligen Dänischen Bettenlager-Domzil schon ein jahrelanger Leerstand vorhanden ist. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2015

Private Immobilien-Werbung im Rathaus von Ahrensburg

Kann mir das mal jemand erklären: Ein privater Investor macht einen Architekten-Wettbewerb für sein privates Bauvorhaben auf dem Erlenhof unter privaten Architekten. Und heute lese ich in der Stormarn-Beilage, dass die Sieger ihre Entwürfe im Rathaus ausstellen dürfen. Wieso denn das…?

Aus: Stormarn-Beilage (Bild: HDZ)

Aus: Stormarn-Beilage (Bild: HDZ)

Natürlich ist das eine quasi amtliche Verkaufsausstellung für die Immobilien auf dem Erlenhof-Gelände. Eine Verkaufsausstellung im Rathaus! Dort, wo eigentlich Künstler ihre Arbeiten ausstellen sollen. Frage: Wer genehmigt so etwas? Nutznießer ist der Architekt Rolf Griesenberg (SPD). Und Verantwortlicher für die Präsentation der Immobilien ist der Bürgermeister Michael Sarach (SPD). Ob hier vielleicht etwas gelaufen ist, ich meine, so heimlich unheimlich von Genosse für Genosse…?

Ja, wer gute Kontakte zur Ahrensburger Verwaltung hat, der spart sich den Immobilien-Makler. Und die Stormarn-Beilage schließt sich dieser Werbeaktion vorbehaltlos an.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2015