Thema Muschelläufer: Wie Bürgermeister Michael Sarach den Umweltausschuss hinters Licht geführt hat + PS

In einer öffentlichen Sitzung des Umweltausschusses am 9. Juli 2014 im Peter-Rantzau-Haus wurde unter Punkt 12.7 Verschiedenes auch das “Thema Muschelläufer” angesprochen. Ich zitiere aus dem Protokoll: 

Als Ahrensburg noch eine Zeitung hatte, da war der Muschelläufer dort ein Thema

Als Ahrensburg noch eine Zeitung hatte, da war der Muschelläufer dort ein wichtiges Thema. Hier die Ausgabe vom 13. September 2007

“Einem Aussschussmitglied ist aufgefallen, dass der Muschelläufer häufig als Spielgerät genutzt wird und bittet die Verwaltung zu prüfen, ob um den Muschelläufer ein Fallschutzboden gelegt werden könnte. Von der Verwaltung wurde bereits entschieden, dass kein Fallschutz um den Muschelläufer gelegt wird, da es sich um kein Spielgerät, sondern um einen Kunstgegenstand handelt.”

Über Kunst kann man bekanntlich streiten. Hingegen nicht darüber, ob die Kunststofffigur als Spielgerät auf das Rondeel gestellt worden ist. Das geht nicht nur aus den Ausschreibungsbedingungen für die Künstler hervor, die sich damals am Wettbewerb beteiligt hatten, sondern auch aus einer Pressemitteilung des Rotary Clubs Ahrensburg vom 21. November 2007, wo es ausdrücklich heißt:

Unbenannt-9“Der Rotary Club Ahrensburg hat gemeinsam mit privaten Sponsoren der Stadt Ahrensburg eine finanzielle Spende für ein von Kindern bespielbares Kunstwerk zur Verfügung gestellt. Die von der Stadt berufene Kommission hat den Muschelläufer ausgewählt”.

An der eingangs erwähnten Sitzung nahmen von Seiten der Verwaltung teil: Michael Sarach, Stephan Schott, Jan Richter, Heinz Baade, Juliette Schickel und Gudrun Klein als Protokollführerin.

Postskriptum: Sollte der Bürgermeister sich dahingehend herauszureden versuchen, dass er möglicherweise bei dem betreffenden Punkt gar nicht mehr in dem Meeting gewesen ist, dann hätte er zumindest nach Erhalt des Protokolls a) die Sache richtigstellen und b) umgehend für einen Fallschutz sorgen müssen, der bis heute nicht vorhanden ist.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Januar 2015

5 Gedanken zu „Thema Muschelläufer: Wie Bürgermeister Michael Sarach den Umweltausschuss hinters Licht geführt hat + PS

  1. Rentner

    Ich beobachte häufig das Treiben am Rondeel und freue mich, dass der Muschelläufer von vielen Kindern als Spielgerät genutzt wird.
    Allerdings wundere ich mich immer noch, dass es dort keinen Fallschutz gibt. Und auch, dass noch nichts passiert ist. Darüber freue ich mich natürlich!
    Ich weiß von einer Bekannten, dass z.B. in Schulen so penible Schutzmaßnahmen vorgeschrieben sind, dass die manchmal fast genau so teurer kommen wie das Spiel- oder Turngerät selbst.
    Es muss wohl wirklich erst etwas Schlimmes passieren, bevor gehandelt wird.
    Für mich wäre etwas ein Unterschied, ob mein Kind in freier Natur beim Klettern auf einem Baum herunterfällt oder von einer Skulptur, die auch als Spielgerät gilt und nicht ausreichend abgesichert ist.
    Ich habe die Kommentare zu diesem Thema aufmerksam verfolgt. Nun kann wirklich im Fall des Falles niemand mehr sagen, er habe nichts gewusst.

  2. Hermann Jochen Lange

    Hallo Herr Dzubilla,
    was bitteschön ist daran neu, wenn “Ihr” SPD-Bürgermeister andere Menschen “hinters Licht führt” ?
    Herrn Sarach (SPD) ist es sogar gelungen, zweimal in einem Jahr dieses Schauspiel seiner eigenen Aufsichtsbehörde im Kieler Innenministerium (SPD) vorzuführen (AZ: IV 285-512.321-62.01-43/08).
    Ob Regel oder Ausnahme – egal, es merkt ja keiner.
    Und seine SPD-Genossen lügen sich in die eigene Rote Tasche.

    ……………………………………………..
    Anmerkung 1: Der Leiter der städtischen Verwaltung, der sog. Bürgermeister, ist rechtlich auch für die Richtigkeit jedes Protokolls verantwortlich – egal, wer es aufgeschrieben hat. Daraus könnten die entsprechenden bis justiziablen Rückschlüsse gezogen werden.
    Anmerkung 2: Deshalb ist in dieser Hinsicht das Protokoll bemerkenswert, das die Sitzung versucht wieder zu geben, die sich seinerzeit mit der Versetzung des Blaumanns nach Süden beschäftigt hat. Tipp: Dort nachlesen und nachdenken. Denn man kann ggf. auch mit einem Protokoll Politik machen – egal, was vorher beschlossen wurde.
    HJL

  3. Hermann Jochen Lange

    Und noch Einen in Sachen Rondeel ?
    Bitteschön:
    Am westlichen Rand des “Rondeels”, vor den Ernährungsstationen, stehen ganz tolle Stehtische und wo genau ? Präzise auf den einzig ebenen Flächen weit und breit, den tollen Granitstreifen im berühmt berüchtigten Altstadtpflaster (z.B. am 27. 01.2015).
    Und dann kommen Rollator-FahrerInnen und versuchen wo zu schieben ?
    Mangels ausreichender Breite der teuren Granitstreifen muss sowieso schon ein Rad auf dem Holperpflaster geschoben werden – vor den Stehtischen wird dann aber die ultimative Entscheidung gefordert:
    a) umkehren oder
    b) komplett auf das Holperpflaster holpern und versuchen vorbei zu holpern (Standdard), oder
    c) vergeblich darauf hoffen, dass ein helfender Zeitgenosse die Stehtische kurzerhand umkippt, im Vertrauen darauf, dass für diese Nutzung öffentlicher Gehwegfläche der rührig um das Wohlergehen aller Benachteiligten bemühte SPD-Bürgermeister keine Nutzungsgebühr kassiert.

    Tatsächliches Ergebnis:
    Auch modernes SPD-Rathaus-Stadtmarketing fördert wirtschaftliches Wachstum
    und die konsumierenden Konsumenten – jetzt endlich mit einer A 15 / A 14 – A.-Stelle.
    – – – – –
    Der Rest stört.
    Nix is mit Danz op de Deel.
    HJL

  4. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    Sie sind ein Wiederholungstäter. Immer wieder im Kleinformat auf den armen Muschelläufer einprügeln bringt nichts. Erweitern Sie Ihre Leserschar auf tägliche 10.000 und sammeln Sie Ablehnungsstimmen. Meine Stimme zur Bürgermeisterwahl haben Sie. Frau Pauli hat noch nicht geantwortet! Ich resigniere. Die Löcher im Vogelsang werden immer breiter. Leben wir in einer Brache?
    Grußlos
    Wolfgang König

  5. Andreas Kohn

    “Muschelläufer” im “Blaumann”

    Das Ahrensburger Rondeel ist neben der Großen Straße der wohl historisch älteste Platz unserer Stadt,
    da er schon auf das Jahr 1759 und die Pläne des H.C. Schimmelmann zurückgeht. Mit seiner zentralen
    Lage und manchen umliegenden Geschäften und Lokalen lädt er ein zum Verweilen und Entspannen während eines Stadtbummels, – wäre da nicht unübersehbar mitten auf diesem Platz dieses Musterbeispiel
    für eine städtebauliche Geschmacklosigkeit, die kaum zu überbieten ist.

    Man sagt, über Kunst könne man nicht streiten (?) … aber ich habe in den letzten Jahren auch keinerlei künstlerischen, historischen oder geografischen Bezug zur Stadt Ahrensburg entdecken können.

    Insofern hoffe ich, daß im Rahmen des neuen Innenstadtkonzeptes eine Neugestaltung des Rondeels
    incl. Entfernung der “Muschelläufer”-Plastik Berücksichtigung findet. Möglicherweise würde sich eine
    Nord- oder Ostseegemeinde über eine Schenkung freuen.

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