Archiv für den Monat: April 2014

Scheiß Fernsehsendung gestern Abend im ZDF!

Ein wahres Trauerspiel hat sich gestern Abend in München zugetragen. Und weil es via TV auch nach Ahrensburg übertragen wurde, ist es auch ein Ahrensburger Thema. Gemeint ist das Rückspiel von Real Madrid bei einem Fußballverein in München, der am Wochenende auch gegen den HSV antreten wird.

artikelVoll-1505-orgLange Vorrede kurzer Sinn: Das Spiel wurde gestern Abend vom ZDF übertragen. Und mit über 12 Millionen Zuschauern hat es den Mainzelmännchen einen Zuschauerrekord beschert.

Was sagt uns das? Es sagt uns: Programme mit ganz üblem Inhalt holen die meisten Zuschauer vor die Glotze, vom Dschungel-Camp bis zum 0 : 4  CartonRouge.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2014

Neu in der Stormarn-Beilage: redaktionell gestaltete Stellenanzeige auf der Titelseite

Beim Überblättern der Essener Stormarn-Beilage wurde ich heute gefragt: „Wer möchte auf dem Traumschiff arbeiten?“ Und wer das möchte, der muss sich „bis 5. Mai bewerben“ – siehe die Abbildung!

Bildschirmfoto 2014-04-30 um 08.40.21Holla, habe ich gedacht und mich gefragt: Legt das Traumschiff jetzt auf einem der Gewässer im Kreise Stormarn an und ab? Und dann las ich das Kleingedruckte und stellte fest: Es ist dieses eine Stellenanzeige einer Arbeitsagentur in Lübeck! Und diese Stadt lliegt meines Wissens gar nicht im Kreise Stormarn, genauso wenig wie Travemünde. Aber ich kann mich natürlich täuschen. 😉

Das Merkwürdige an dieser Stellenanzeige ist die Abbreviatur am Ende vom Text: „maw“ steht da. Unter diesem Kürzel fanden wir auf Stormarn-online am Wochenende auch schon einen Bericht über eine dumme Kuh, die dem Bauern entlaufen war. (Nachdem ich darüber berichtet hatte, war die Kuh allerdings vom Eis und der Beitrag  verschwunden. 😉 )

Bildschirmfoto 2014-04-30 um 09.18.37Und dann fehlt da noch etwas. Sie ahnen es: Das Wörtchen „Anzeige“ fehlt über dieser redaktionell gestalteten Anzeige. Aber woher soll Praktikant/in maw das wissen, wenn es der dafür verantwortliche Redaktionsleiter schon nicht weiß?

Postskriptum: Und weil das so schön ist, erscheint auch auf der Stormarn-Online-Seite ein Bericht über das Stellenangebot aus Lübeck, sogar mit Abbildung vom Traumschiff. Und die Reederei hat keinen Cent dazu bezahlt. Oder doch…? Frage an den Kapitän: Darf „maw“ vielleicht als blinde/r Passagier/in mitfahren, wenn die MS Deutschland auf große Fahrt geht…?

Möglicherweise erfahren wir dazu ja mehr in der Stormarn-Beilage.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. April 2014

Das Kino im Kopf der Mira Frenzel (Stormarn-Beilage)

Meine Frau und ich gehen sehr gern ins Kino. Und ich weiß: Was Ahrensburg wirklich nicht braucht, das ist ein Kino. In meiner Kindheit gab es in Ahrensburg drei Kinos. Und das letzte Kino, das wir hatten, das hatte zwei Vorführräume und stand dort, wo heute das CCA steht. Und der Betreiber hat es schon lange Zeit vor Baubeginn aufgegeben, weil es sich wirtschaftlich nicht mehr rentiert hat.

Stormarn-Beilage im November 2010

Stormarn-Beilage im November 2010

Und nun kommt Mira Frenzel, Schreibkraft bei der Stormarn-Beilage, und behauptet in einem Kommentar allen Ernstes: „Ein Kino wertet die Stadt auf“. Das ist genauso richtig, hätte sie geschrieben: „Ein Flughafen wertet die Stadt auf“. Und der Frenzel-Kommentar beginnt: „Viele Ahrensburger wünschen sich ein Kino“. Wie viele das sind, verrät die Schreiberin allerdings nicht. (Ich vermute: Weniger als die Zahl derjenigen Ahrensburger, die sich einen Flughafen wünschen!) Und recherchiert hat Mira Frenzel das Thema auch nicht richtig, denn sonst hätte sie mit dem ehemaligen Betreiber von Mini & Maxi genauso gesprochen wie mit dem Betreiber der Kinos in Bargteheide und Volksdorf und hätte sich ihren Kommentar ersparen können. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. April 2014

Rotkäppchen und die redaktionellen Wölfe

Es war einmal ein Wolf. Der war auf der Suche nach Rotkäppchen, das er im Kreise Stormarn vermutete. Deshalb machte er sich auf den Weg dorthin. Und, um es kurz zu machen: Auf der Autobahn zwischen Witzhave und Reinbek wurde Isegrim von einem Auto erfasst und getötet. Friede seiner Asche!

Bildschirmfoto 2014-04-28 um 21.20.10Nun sehen wir bei ahrensburg24.de „ein Agenturbild des Wolfes“. Doch wenn man genauer hinblickt, dann ist es gar nicht ein Agenturbild des Wolfes, sondern auf dem Agenturbild sind zwei Wölfe zu sehen. Frage: Welcher ist denn nun ums Leben gekommen – der Wolf vorn im Bild oder der dahinter…?

Um eine Antwort zu finden, habe ich online bei der Stormarn-Beilage nachgeguckt. Und siehe hier: Nur ein einziger Wolf ist dort zu erkennen. Und weil dieser Wolf dem Wolf im Vordergrund bei ahrensburg24.de nur entfernt ähnelt, habe ich vermutet, dass es sich um den Wolf im Hintergrund handelt, der im Kreis Stormarn unter die Räder gekommen ist.

Aber haste gedacht! Nach Klicken auf den Stormarn-Beitrag des Hamburger Abendblattes erfährt der Leser zu seiner Verblüffung: Das ist überhaupt nicht der Wolf, der überfahren worden ist! Sondern es handelt sich hier bloß wieder mal um ein sogenanntes „Symbolfoto“. Was wiederum meine Vermutung aufkeimen lässt: Womöglich hat der böse Wolf im Kreise Stormarn gar nicht das Rotkäppchen gesucht, sondern die sieben Geißlein. Symbolisch gesehen, versteht sich. Und dann war eine gute Veeh ihres Weges dahergekommen, hat ihren Zauberstab geschwungen, und – simmsalabumm! – schon waren aus dem einen Wolf zwei Wölfe gezaubert! Und nachdem der eine Wolf überfahren worden war, lief der andere zur Stormarn-Redaktion und ließ sich symbolisch für den überfahrenen Kollegen fotografieren. Wolf ist schließlich Wolf. Und Fotos aus dem Archiv illustrieren das aktuelle Geschehen.

Ja, so könnte es gewesen sein. Genaueres können wir nur ahnen. Aber ich könnte natürlich auf diesem Wege meinen Freund Wolf fragen und ihn bitten, uns die Wölfe zu kommentieren, denn mein Freund Wolf, das ist ein alter Fuchs!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. April 2014

Die Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Fricke (1952) stellt sich neben Adelaide Schimmelmann (1823–1890) und belobigt sich selber

Im Februar und März fand im Ahrensburger Rathaus eine Ausstellung statt. Titel: „Was Frauen bewegt – was Frauen bewegten“. Gemeint sind Frauen in Ahrensburg von 1848–2011. Ich habe die Ausstellung im vergangenen Monat nicht besucht, da ich gehört hatte, es werde auch noch eine Broschüre  geben, die im Rathaus ausliegen würde. Und nun erhielt ich sie, die Broschüre: „Was Frauen bewegt – was Frauen bewegen“ – siehe die Abbildung! Und ich bin vom Hocker gefallen.

Unbenannt-1Im Impressum heißt es: „Unter der Vielzahl von Frauen, die sich in Ahrensburg um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, mussten wir eine Auswahl treffen. Im Hinblick auf das Thema entschieden wir uns für Frauen, die als erste ein öffentliches Amt bekleideten, die eine zuvor Männern vorbehaltene Funktion in der Öffentlichkeit übernahmen (also die ‚Frauen der ersten Stunde’), aber auch für Frauen/Frauengruppen, die sich aktiv für Frauenrechte einsetzten oder Projekte, Initiativen, Vereine initiierten, welche Frauen unterstützen.“

In der Broschüre werden Frauen gezeigt, die sich sozial, politisch oder sonstwie in Ahrensburg engagiert haben. Das beginnt mit Adelaide Schimmelmann (1823–1890) und endet bei Margot Sinning (1944). Dazwischen viele ehrenwerte Frauen, die sich im Ahrensburg verdient gemacht haben, nicht zuletzt durch ihre Arbeit für Frauen auf sozialen Gebieten. Ich will hier nicht auf die vorgestellten Damen im einzelnen eingehen, nur auf zwei, drei möchte ich Ihr besonderes Augenmerk lenken: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. April 2014

Tag der offenen Tür beim Bestattungsinstitut am Rondeel

Und es war doch ein Aprilscherz, nämlich die Anzeige vom Bestattungsinstitut Wulf, das angezeigt hatte, am 1. April neu in der Manhagener Alle Nr. 7 zu eröffnen. Richtig ist: Wulf hat dort erst an diesem Wochenende neu eröffnet.

Gestern sah ich, dass in der Manhagener Allee Nr. 7 der Tag der offenen Särge Tür gewesen ist. Mit bunten Luftballons. Am Eingang von einem Bestattungsinstitut. Das ist doch lustig. Das stimmt fröhlich, da spürt man förmlich die Partystimmung! Und gewiss werden viele Besucher durch die offene Tür in das Institut gegangen sein, um zu sehen, was sie dort in Zukunft erwartet.IMG_9424

Zum Glück hat die Firma Wulf den Laden im Hause (vormals Samt & Sonders) nicht mit übernommen. So werden denn dort, zwischen Hansebäcker und Casa Rossa, wohl keine offenen Särge und Urnen im Schaufenster stehen wie beim Wettbewerber in der Großen Straße. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. April 2014

Wichtige Eilmeldung der Stormarn-Beilage: „muh!“

Bildschirmfoto 2014-04-26 um 16.17.22Aus aktuellem Anlass verweise ich auf eine wichtige Meldung für alle Autofahrer, die von der Stormarn-Beilage online veröffentlicht wird, damit Autofahrer und Kühe auf diesem Wege gewarnt werden. Die Meldung stammt von einem Praktikanten mit dem Kürzel „muh“ „maw“. Der Inhalt:

Eine Kuh ist entlaufen. Auf der Autobahn 1. Genauer: nicht auf, sondern neben der Autobahn, und zwar Höhe Stapelfeld. Diese Kuh beschäftigt die Bullen Polizei. Auch der Bauer ist vor Ort, erwähnt die Stormarn-Beilage ausdrücklich und erklärt in diesem Zusammenhang: „Die Polizei hat einen Autodieb in Oststinbek festgenommen“. (Frage: Wo liegt Oststinbek?) Zum Beweis ist ein aktuelles dpa-Foto aus Oststinbek abgebildet. Wir erfahren: „Mit zwei Streifenwagen sind die Polizisten vor Ort und versuchen einerseits die Kuh wieder einzufangen und andererseits zu verhindern, dass das Tier doch noch auf die Fahrbahn läuft.“ Und noch einmal wird betont: „Der Bauer sei ebenfalls vor Ort, berichtet eine Sprecherin der PolizeiDoch die Kuh ergreife selbst vor ihrem Halter die Flucht“.

Meine Vermutung: Die Kuh hat einfach nur Durst und will an einer Autobahnraststätte ein Glas Milch trinken!

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. April 2014

Stormarn-Beilage: Lächeln als Ausdruck von Begeisterung

Ich muss noch einmal zurückkommen auf ein Thema, über das ich in dieser Woche geschrieben habe, nämlich den Sieker Abmaler Bogomil (neuerdings: Bogo Bogomil). Denn heute schreibt Martina Tabel, Feuilleton-Chefin der Stormarn-Beilage, ebenfalls über den Mann und seine Kopien, die niemand haben will. Denn warum sollte sich jemand für viel Geld eine Kopie, die nicht an das Original heranreicht, kaufen, wenn er auch einen Druck vom Original auf Leinwand für wenig Geld erwerben kann?

"Eingriff in den Kunstmarkt"

Bogo Bogomil: „Eingriff in den Kunstmarkt“

Kein Kunstsammler wird sich nachgemalte Bilder an die Wand hängen, genauso wenig  wie ein Sammler von Briefmarken sein Geld bewusst für gefälschte Marken ausgeben wird. Doch Martina Tabel zeigt heute, wie man Kunstfälschung und Abmalerei so manipulieren kann, dass Bogo Bogomils Tun und Treiben in positivem Licht erscheint. Die Redakteurin berichtet u. a., dass Bogomil dem ehemaligen Kurator der Hamburger Kunsthalle eine Kopie eines alten Meisters vorgelegt hatte. Wir lesen:

„Der Kurator sagte nichts. Aber er schaute das Bild von oben nach unten an. Dann von unten nach oben. ‚Er durfte keine Einschätzung geben’, sagt Bogomil. ‚Das hätte einen Eingriff in den Kunstmarkt bedeutet.’ Das wohlwollende Lächeln genügte dem Sieker jedoch vollauf. ‚Und dann verlangte er nach einer Visitenkarte’, sagt die Frau des Meisterkopisten. ‚Und ermahnte meinen Mann, keinen Schabernack mit dem Bild zu treiben. Das sagte alles.’“

Ja, mir sagt das wirklich alles, nämlich: Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. April 2014

Wie scharf ist die Party in der Nacht zum 1. Mai wirklich…?

Am 30. April 2014 veranstaltet das Stadtforum von Ahrensburg die sogenannte „Music for free“. Allerdings nur in fünf Restaurants und in einem Delikatessen-Geschäft. Und weil die übrigen 80 Mitglieder des Stadtforums nix davon haben, hat sich eines dieser Mitglieder gemeinsam mit einem weiteren dazu entschlossen, genau am Abend der „Music for free“ eine Gegenveranstaltung zu machen unter dem Motto: Music for money!

Eine Tanzschule, die gar nicht am Schloss ist

Eine Tanzschule, die gar nicht am Schloss Ahrensburg zu finden ist

Not for free ist der „Tanz in den Mai“ in der „Tanzschule am Schloss Ahrensburg“, die man am Schloss Ahrensburg vergeblich suchen wird. Und dort kostet der Eintritt im Vorverkauf € 12 mit Tischreservierung.

Und was wird geboten? Geboten wird „ORIGINAL Ü29“ , und zwar von Rumba bis Walzer – siehe die Abbildung!

Da taucht natürlich spontan die Frage auf: Wenn die Ü29-Party in der Tanzschule das „Original“ ist, sind alle anderen Ü29-Partys dann Kopien…?

Last but not least komme ich zum eigentlichen Höhepunkt, quasi dem Orgasmus der Veranstaltung und also lautend: „Die schärfste Party der Stadt!“, was illustriert wird durch zwei kopulierende tanzende Chilischoten – wenn Sie sich das mal anschauen wollen! Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. April 2014

Stormarn-Beilage: Irgendwie müssen die Seiten doch gefüllt werden – warum nicht mit Albernheiten…?

Wenn Sie Leser der Stormarn-Beilage sind (liegt dem Hamburger Abendblatt bei), dann werden Sie sich vielleicht genauso wie ich gefragt haben: Schreiben wir heute schon wieder den 1. April, und Praktikantin Manuela Wilk will ihre Leser in denselben schicken…?

Bildschirmfoto 2014-04-25 um 08.51.14Auf Seite 3 ein riesengroßer Bericht mit der sensationellen Schlagzeile: „Stormarns Pilze im Atomtest“. Der Inhalt kurzgefasst: Ein Mitarbeiter einer Autovermietung und „ehrenamtlicher Pilzexperte“ sammelt Pilze in Stormarn, um zu testen, ob sie 28 Jahre (achtundzwanzig Jahre) nach dem Unglück von Tschernobyl durch radioaktive Strahlung belastet sind, und er kommt zur Erkenntnis: nein. Und der Leser erfährt, dass dieses die erste Untersuchung der Pilze ist seit dem Unglück in der Ukraine. (Japan wird in diesem Beitrag nicht mal am Rande erwähnt!)

Da stellt man sich natürlich die Frage: Was soll dieser Bericht eigentlich bezwecken, zumal der Beitrag außerhalb der Pilzsaison erscheint? Wo bleibt die Beantwortung der Fragen: Warum untersucht der Pilzexperte die Pilze erst 28 Jahre nach dem Unglück? Was war denn in den 27 Jahren zuvor, als viele Menschen die Pilze gesammelt und gegessen haben…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. April 2014