Archiv für den Monat: März 2014

Was steht im Vertrag zwischen Kirche und Förderverein?

Heute unterzeichnet der Förderverein Sankt Johannes angeblich den Vertrag mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche über die Finanzierung der Sankt Johannes Kirche in Ahrensburg. Der Vertrag ist noch nicht zur Veröffentlichung bestimmt, liegt nur einem Bruchteil der Kirchenmitglieder vor, wohl aber der JohannesRedaktion der Stormarn Beilage, warum auch immer. Und Berichterstatter Lutz Wendler schreibt heute in der Zeitung: „Wer dachte, dass nach der kostenbedingten  Schließung der Kirche St. Johannes Ahrensburg zum 1. Juli 2013 alles Bemühen des rasch gegründeten Fördervereins vergeblich sein würde, der ist jetzt eines Besseren belehrt worden.“

Ich selber lasse mich erst eines Besseren belehren, wenn ich weiß, dass das, was ich nun als bloße Vermutung von mir gebe, nicht wahr ist. Diese meine Vermutung formuliere ich in Form eines Schreibens der Kirchenleitung an den Förderverein Sankt Johannes, das vor Verhandlung verfasst worden sein könnte und also lautet:

„Hallo ihr Alten und Schwachen, ihr Rentner und Pensionäre, ihr Schäfchen der Gemeinde!

Von euch bekommt die Kirche so gut wie gar kein Geld mehr. Das muss anders werden! Wir sperren das Gotteshaus Sankt Johannes einfach zu und drohen mit einer Entwidmung, und zwar so lange, bis ihr bereit seit, zu Kreuze zu kriechen und die Arbeit der Kirche über Gebühr hinaus zu finanzieren. Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 31. März 2014

Billiger Supermarkt in Ahrensburg – aber wo ist Keiner…?

Unbenannt-1Gerade habe ich eine Anzeige gefunden vom SB-Markt Keiner. Und Keiner inseriert ausrechnet auf der Rückseite eines Prospekts von famila! Hier zeigt Keiner an: „BILLIGER ist Keiner!“ Dazu abgebildet sind einige Waren, bei denen ich vermute: famila ist auch nicht teurer als KEINER. Falls aber doch, dann muss der Kunde den famila-Beleg bei Keiner vorlegen und bekommt den Differenzbetrag zurück.

Nein, ich will Sie nicht schon im März in den April schicken (das überlasse ich viel lieber ahrensburg24, wo man Pressemeldungen scheinbar ungeprüft veröffentlicht wie die von den Mülltonnen, die automatisch zur Straße rollen, wenn der Müllwagen vorfährt 😉 ) Denn es ist natürlich famila, wo die billigen Produkte angeboten werden – siehe die Anzeige oben!

Bildschirmfoto 2014-03-30 um 10.43.04Der Witz: Mit Ausnahme von Kukident sehe ich auf der Seite keinen bekannten Markenartikel, dessen Preis ich bei Edeka, sky oder Lidl vergleichen kann. Und wenn ich nachgucke, was Kukident anderswo kostet, dann lese ich: 1,83 Euro statt 2,21 Euro bei Keiner famila.

Frage: Werden Gebissträger, die bei famila zuviel bezahlt haben, nun mit der Quittung dorthin fahren, um sich die Differenz auszahlen lassen – immerhin über 20 (zwanzig) Prozent des Einkaufspreises!?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 30. März 2014

Sankt-Johannes-Gemeinde: Der Förderverein übernimmt die Kosten für das Gotteshaus, der Kirchengemeinderat macht das Immobiliengeschäft mit der Stadt

Gestern, so werden Sie es bestimmt der Presse entnommen haben, wollten die Mitglieder des  Fördervereins zur Rettung der Sankt Johannes Kirche darüber abstimmen, ob sie dem Verhandlungsergebnis ihres Vorstandes mit dem Vorstand des Kirchengemeinderates zustimmen wollen oder nicht.

Rembrandt: Immobiliengeschäfte in der Kirche

Rembrandt: Immobiliengeschäfte der Kirche in Ahrensburg (frei interpretiert)

Um es vorweg zu sagen: Ich habe zwar vernommen, dass die Mitglieder des Fördervereins nach kontroverser Diskussion letztendlich zugestimmt haben: ich weiß aber nicht, zu was sie de facto zugestimmt haben. Denn über allem liegt ein Schweigegelübde, wie wir das auch von Ärzten genauso kennen wie von den Hohepriestern der Kirche. Aus diesem Grunde erlaubt sich der Prophet Harald seine unmaßgebliche Meinung zu äußern und also lautend:

Die Kirchenfürsten werden heilfroh sein, dass sie die Kosten für das Gotteshaus samt Bauzaun nicht mehr an der Backe haben, sondern dafür willige Sponsoren gefunden haben. Denn eines mussten Fehrs, Buhl & Co erkennen: Verkaufen hätten sie das Gotteshaus nur schwerlich können. Als Moschee wäre es ungeeignet; und Jehovas Zeugen predigen in bescheidenem Tempel, den sie Königreichssaal nennen. Und als Kino wäre das Gebäude zwar möglich, würde aber den Zorn der Gemeinde schüren und weitere Proteste zur Folge haben. Also Abriss des Gotteshauses und Veräußerung des geräumten Grundstücks…? Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2014

Jetzt mitspielen und Menschen in Brand schießen!

Bildschirmfoto 2014-03-29 um 10.39.27Wer die Stormarn-Beilage vom Hamburger Abendblatt gratis lesen will, der kann das im Internet tun. Und  dort sehen wir heute das Gelände in der Ahrensburger Innenstadt (hinter der Kreissparkasse, wo einst das Geburtshaus von Waldemar Bonsels stand), auf dem nun doch kein Parkhaus gebaut werden soll. Rechts daneben im im Bilde steht das Ahrensburger Schloss. Und darunter sehen wir ein Gelände mit Panzern und dem fröhlichen Hinweis: „JETZT MITSPIELEN“.

Das Spiel: Abschießen von Panzern, die verbrennen mitsamt den Menschen darinnen. Ein schönes Spiel. Dafür bekommt das Hamburger Abendblatt sogar Geld, denn es ist „Werbung“, die hier veröffentlicht wird.

Passt das nicht wunderschön in unsere Zeit – Stichwort: Ukraine, Russland, Krim? Auch ein brandheißes Spiel. Frage an Sie: „JETZT MITSPIELEN“…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2014

Die ellenlangen Zahlen fürs Bezahlen

Kennen Sie das auch: Sie bekommen eine Mahnung zu einer Rechnung, die Sie schon lange bezahlt haben? Und wenn Sie sich dann zuerst einmal über den dummen Mahner aufgeregt haben, dann schauen Sie auf Ihren Kontoauszügen nach, wann Sie den Betrag überwiesen haben, und merken bei dieser Gelegenheit…

…dass die Summe genau zwei Tage später Ihrem Konto wieder gutgeschrieben worden ist, weg falscher Kontoangabe! huepfend_015

Mit anderen Worten: Sie haben sich vertippt beim Eingeben der Zahlen. Und nachdem es auch noch IBAN und BIC gibt, sind die Zahlen noch länger geworden, sodass es noch mehr Möglichkeit für einen Zahlendreher gibt.

Und nun zu meinem eigentlichen Thema: Neben den Kontozahlen, die ja ein Muss sind, gibt es auch Rechnungen, bei denen man endlos lange Nummern, zum Teil auch noch mit Buchstaben verknüpft, schreiben muss. Besonders bei Bildschirmfoto 2014-03-29 um 09.42.47Rechnungen von Behörden oder Ärzten und deren beauftrage Inkasso-Dienstleister. In meinen Augen ist das Unfug. Um einen Eingangsbetrag richtig zuordnen zu können, müsste auch eine fortlaufende Nummerierung von Rechnungen möglich sein. So bekam ich gerade die Rechnung eines Ahrensburger Dienstleisters, wo ich nur die Nr. 178 angeben musste – mehr nicht. Und selbst, wenn ich danach noch meine Initialen – also: 178 HD – hätte tippen müssen, so wäre das problemloser als gp-3543-956-rgs/464646t-00000.2014.lmaA!

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 29. März 2014

Zwei auf einen Streich: Das tapfere Schneiderlein vom Ahrensburger Senioren-Beirat

Ich habe es schon an anderer Stelle erwähnt, was „Public Relations“ bedeutet, nämlich: „Tue Gutes und rede darüber!“ Christof Schneider, Vorsitzender vom Senioren-Beirat in Ahrensburg, betreibt PR in eigener Sache. Allerdings tat er nichts Gutes, sondern er redet bloß darüber.

Macht auffällig PR für Christof Schneider: Christof Schneider, Vorsitzender Senioren-Ausschuss in Ahrensburg

Macht auffällig PR für Christof Schneider: Christof Schneider, Vorsitzender Senioren-Beitrat in Ahrensburg

So sahen wir Christof Schneider kürzlich in der Stormarn-Beilage abgebildet, wo er in der leeren Tiefgarage unter dem Rathausplatz steht und lacht. Und nun sehen wir ihn schon wieder lachend in der leeren Tiefgarage unter dem Rathausplatz stehen, diesmal für das Werbeportal ahrensburg24. Immerhin hat Herr Schneider sich zwischen den Terminen für die beiden Foto-Shootings umgezogen.

Sie merken vielleicht: Ich bin nicht gut zu sprechen auf Christof Schneider vom Senioren-Beirat. Und ich erkläre Ihnen auch, warum dem so ist: Mit meiner Mail vom 21. März 2014 habe ich ihm meine Verwunderung mitgeteilt, dass er plötzlich wie der alte Phönix aus der Asche Maulwurf aus der Tiefgarage auftaucht und sich von der Stormarn-Beilage bejubeln lässt, als wäre er der Robin Hood aller Parkplatz suchenden Senioren in Ahrensburg, denn bislang hatte ich nicht gehört, dass Herr Schneider sich um das Problem Tiefgarage gekümmert hat.  Weiterlesen

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 28. März 2014

Wie der Stadtkämmerer uns prämieren will

Horst Kienel, liebe Mitbürger, ist nicht nur der städtische Kämmerer von Ahrensburg, sondern der Mann ist ebenfalls Geschäftsführer der Stadtwerke Ahrensburg. Und damit auch verantwortlich für das geschäftliche Treiben dieses städtischen Unternehmens.

Unbenannt-7In einer Anzeige wirbt Herr Kienel mit dem Versprechen: „Wechseln lohnt sich!“. Das ist richtig: Wer von den Stadtwerken Ahrensburg zu einem preisgünstigen Anbieter wechselt, für den lohnt sich das. Ich selber spare dadurch viele hundert Euros pro Jahr!

Und warum soll es sich lohnen, zu den Stadtwerken  von Ahrensburg zu wechseln? Wir lesen und staunen: „Denn bei Abschluss eines Strom- oder Gasvertrages erhalten Sie eine tolle Prämie aus unserem aktuellen Angebot. Werden Sie jetzt Prämien-Kunde!“

„Prämien-Kunde“ – ich lach‘ mich schlapp! Denn der Kunde bezahlt seine Prämie selber, wenn er zu den Stadtwerken Ahrensburg geht, statt zu einem günstigen Anbieter! Kein Wunder, dass Herr Kienel sich ein Warenlager angelegt hat, um Bürger zu ködern, die nicht wissen, dass sie bei den Stadtwerken Ahrensburg mehr bezahlen müssen als bei anderen Anbietern von Strom und Gas.

Und der Gag steht im grünen Kreis der Annonce, wo Herr Kienel sich über seine Kunden lustig macht: „Meine Stadtwerke. Mein Pluspunkt. Ich bin Prämien-Kunde, und Sie?“

Ich nicht. Ich bin Premium-Kunde bei einem anderen Anbieter und kann mir jeden Monat selber eine tolle „Prämie“ nach eigener Wahl leisten. Jeden Monat!

PS: Wer macht eigentlich diese bescheuerte Reklame der Stadtwerke? Der Bauhof…?

 

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2014

Das hört sich schlecht an: „Hörgeräte zum Nulltarif“

Auf der Titelseite vom aktuellen MARKT wirbt ein „Meisterbetrieb für Hörsysteme“ aus Poppenbüttel und Norderstedt. Das Auffällige an diesem Angebot: „Hörgeräte zum Nulltarif!“. Das klingt zuerst einmal gut, denn das bedeutet: „Hörgeräte gratis!“ Liest man dann aber das Kleingedruckte im Inserat, dann erkennt man: Falschaussage!

Nein, der Akustiker verschenkt gar nichts. Sondern die Krankenkasse zahlt die Rechnung. Außerdem: 10 Euro muss der Kunde auch noch bar beim Kauf bezahlen. Wieso also kann der Laden da von einem „Nulltarif“ sprechen...?

"Das hört sich gut an" -wenn man blind vertraut!

„Das hört sich gut an“ -wenn man blind vertraut!

So könnten auch Apotheken mit einem Nulltarif auf ihr Angebot werben – wenn der Kunde das Rezept eines Arztes vorliegt, das kein Privatrezept ist. Schöner noch: Sogar mit Bus und Bahn können wir zum Nulltarif fahren, wenn wir eine gültige Fahrkarte vorlegen können. Und überall in den Läden gibt’s den Nulltarif, wenn wir an der Kasse unsere EC- oder Kreditkarte hinlegen. Da muss man beim Einkauf nicht mal 10 Euro dazuzahlen!  Toll, oder? 😉

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. März 2014

Fragen des Bürgers zum Verkauf des Lindenhof-Geländes

Liebe Mitbürger – ich kann mich auch täuschen, aber ich habe das unbestimmte Gefühl, dass wir wieder einmal beschissen werden. Wie unser Bürgermeister am Montag in der Stadtverordneten-Versammlung erklärt hat, ist der Kaufvertrag über das Lindenhof-Grundstück unterschrieben worden. Die gemeinsamen Investoren sind das Baustudio in Ahrensburg und Hochtief aus Hamburg.

3440000105ADas Merkwürdige: Nirgendwo wird klar erklärt, wie groß das verkaufte Grundstück ist und für welchen Betrag es verkauft worden ist. Auch wird nicht veröffentlicht, wie viele Euro des Kaufpreises für die wegfallenden Parkplätze berechnet wurden. Und die Stadt berichtet, dass einzig und allein die genannten Investoren ein Interesse für das Grundstück gezeigt haben und diesbezüglich an die Stadt herangetreten sind. Niemand sonst wollte dieses Grundstück erwerben, das stadtintern als „Filetgrundstück“ bezeichnet wird. In der damaligen Beschlussvorlage für die Stadtverordneten vom 22. 08. 2013 hieß es:Bildschirmfoto 2014-03-26 um 08.52.45

Wir lesen daraus ab: Nicht das ganze Flurstück „Lindenhof“ wurde verkauft, sondern nur ein Teilstück davon. Und die Größe dieses veräußerten Teilstücks machte der Bürgermeister in seiner damaligen Beschlussvorlage keinerlei Angaben. Vermutlich wurden nur die Stadtverordneten darüber informiert. Was sollen wir Bürger davon halten…?

Bildschirmfoto 2014-03-26 um 08.26.37Zur Erinnerung noch einmal nebenstehend der Preis, der zur Zeit vom Investor auf dem Erlenhof-Gelände am Stadtrand gefordert wird, das nicht zu den Filetgrundstücken von Ahrensburg gehört. Und hieraus resultieren meine Fragen an die städtische Verwaltung bzw. an die Stadtverordneten:

Wie groß ist das Grundstück „Lindenhof“, für das der Kaufvertrag soeben unterzeichnet worden ist? Wie hoch ist der Betrag, den die Investoren dafür an die Stadt Ahrensburg zahlen müssen? Wie viele Euro davon sind als Ausgleichszahlung für wegfallende Parkplätze berechnet worden? Und: Wo sollen diese Parkplätze entstanden sein, wenn die Bauarbeiten beginnen?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 26. März 2014

Unlauter: Schleichwerbung vom Hamburger Abendblatt

Bildschirmfoto 2014-03-25 um 17.25.19Und wieder einmal bringt das Hamburger Abendblatt auf seiner Stormarn-Seite im Internet eine wunderbare Werbung, ohne dass diese mit dem Wörtchen „Anzeige“ gekennzeichnet ist – siehe die Abbildung!

Alles ist hier gesagt, nämlich Verkaufshinweise mit der kompletten Anschrift, den genauen Öffnungszeiten samt Telefonnummer zwecks Tischreservierung. Da kann ich nur böse vermuten, dass der Praktikant, der diesen Beitrag verfasst hat, zu einem Gratis-Spargelessen bei Glantz eingeladen wurde und auch noch ein Spargelpäcken in den Kofferraum gelegt bekam.

Sie werden vielleicht fragen, warum ich so häufig auf solche Übeltaten hinweise. Zum einen, weil solche Übeltaten immer wieder passieren; zum anderen, weil es zeigt, dass wir Leser verarscht werden von der Redaktion. Denn diese Werbung nimmt der unbefangene Abendblatt-Leser ja quasi als redaktionelle Empfehlung wahr.

Kann man eine Zeitungsredaktion eigentlich noch ernst nehmen, die unabhängigen Journalismus propagiert, aber immer wieder wie ein Anzeigenblatt fungiert?

PS: Berichtet die Stormarn-Beilage auch über den ersten Spargel in den Supermärkten von Ahrensburg mit Adresse, öffnungszeiten und Telefonnummer…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 25. März 2014