Stadtverordnete: Ja zum Denkmalschutz für das Rathaus!

Heute Abend ging es im Marstall darum, ob die Stadt Ahrensburg von sich aus den Antrag stellt, das Rathaus als Denkmal unter Schutz zu stellen. Das war der Wunsch der SPD. Die CDU stellte den Antrag, das nicht zu tun. Dass das Rathaus zum Denkmal werden wird, daran zweifelte kein Stadtverordneter – jedenfalls nicht ernsthaft.

Resultat: 15 Stimmen pro Antrag der SPD bei 13 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen. Daraufhin zog die CDU ihren Antrag zurück.

Vom Sprungweiser zum Denkmalpfleger: Jörg Hansen (Grüne)

Vom Sprengmeister zum Denkmalschützer: Jörg Hansen (Die Grünen/Bündnis90)

CDU und FDP stimmten mit den bekannten Argumenten geschlossen gegen freiwilligen Denkmalschutz. Am schwersten hatten es sich die Grünen gemacht, wo nach Diskussionen in der Fraktion kein einheitliches Votum entstanden war, sondern neben Ja-Stimmen auch Gegenmeinungen geäußert wurden, die sich in Enthaltungen ausgewirkt haben. Am ehrlichsten: Jörg Hansen. Der Grüne gestand: „Vor gar nicht langer Zeit wollte ich das Rathaus noch wegsprengen lassen. Die Fachvorträge haben mich aber eines Besseren belehrt und überzeugt, für den Denkmalschutz-Antrag zu stimmen.“ Und so wurde Hansen quasi zum Zünglein an der Waage, denn hätte er für „Wegsprengen“ gestimmt, dann wäre ein Patt entstanden.

Am unglaubwürdigsten machte sich Tobias Koch (CDU), als er zum Einstieg zu seinem Plädoyer gegen Denkmalschutz erklärte, dass die Mehrheit von Bürgern und Medien sich gegen Denkmal und mehr für einen Abriss ausgesprochen habe.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 27. Januar 2014

10 Gedanken zu „Stadtverordnete: Ja zum Denkmalschutz für das Rathaus!

  1. Anne Frey

    Lieber Herr Dzubilla,

    An der Debatte um das Ahrensburger Rathaus lässt sich exemplarisch festmachen, wie in Ahrensburg immer wieder Politik gemacht wird, nämlich mit vorgefassten Meinungen und Vorurteilen statt mit Fachwissen und Sachkompetenz. Die Kosten für die Sanierung des Rathauses sind überschaubar , danach dürften für die kommenden Jahrzehnte nur die üblichen Instandhaltungskosten anfallen. Dennoch wurde ein Riesenbohau darum gemacht.
    Ganz anders verlief die Debatte um die Entwicklung des Erlenhofs. Dort wurde mit den Stimmen von CDU und SPD die Bebauung abgesegnet, ohne dass je ein Fachgutachten über die Folgekosten in Auftrag gegeben worden wäre. Stattdessen wurde übereilt abgestimmt, so nach dem Motto: „Jetzt haben wir aber genug diskutiert, jetzt müssen endlich Entscheidungen her.“ Die Folgekosten für den Erlenhof belasten schon jetzt den Haushalt der Stadt , und sie werden auch in Zukunft den Haushalt der Stadt belasten, und das über Jahrzehnte hinweg, vermutlich in siebenstelliger Höhe jedes Jahr. Die Höhe der Folgekosten ließe sich auch zum heutigen Zeitpunkt genauer feststellen, aber anscheinend haben die meisten Stadtverordneten das Thema abgehackt. Stattdessen werden jetzt an anderer Stelle Einsparungen vorgenommen.

    Viele Grüße

    Anne Frey

  2. Hermann Jochen Lange

    Ich gehöre zu denen, die immer schon den Denkmalschutz für das Ahrensburger Rathaus gewünscht und vorhergesagt haben. Der Wunsch gilt auch für die städtebauliche und funktionelle Verbindung mit dem Rathausplatz (das ist der Platz, der wie ein x-beliebiger Parkplatz aussieht). Die Frau Denkmalschützerin aus Kiel erklärte mir auf dem Platz selbst, nein, dafür gäbe es keinen Denkmalschutz, ich möge mir doch nur die umgebenden Gebäude ansehen. Recht hat sie.
    Und jetzt kommt es :
    Obwohl ich den gewesenen Bauamtsleiter Thiele für so ziemlich jede Stadtzerstörung in der Stadt Ahrensburg persönlich verantwortlich mache, stimmten wird doch hinsichtlich der Denkmalschutzfrage des Rathauses immer überein. Zufall ? Gegenseitige Sympathie kann es jedenfalls nicht gewesen sein.

    Hermann Jochen Lange, Ammersbek.
    Das ist der Nachbarort, über dessen Rathaustür in goldenen Lettern RATHAUS zu lesen ist –
    im Gegensatz zum Ahrensburger Rathaus…..

  3. Thomas J. aus A.

    Worin besteht denn eigentlich der Unterschied (Vorteil, Nachteil) darin, das Ahrensburg selbst den Antrag auf Denkmalschutz stellt oder das die Denkmalschutzbehörde dies von sich aus tut ?

    Nebenbei sollte man beim Thema Bausünden nicht nur die Herrschaften Thiele&Co. nennen. Soweit ich gehört habe, wurde unter dem damaligen Bürgermeister Samusch (CDU) auch so einiges an historischer Bausubstanz abgerissen und durch mehr oder weniger schlichte Funktionsbauten ersetzt.

  4. Hermann Jochen Lange

    Lieber Thomas J. aus A.,
    Sie haben Recht, einerseits ist der Abriß von Bauten zu beklagen, nach denen man sich heute die Finger lecken würde. Und Gebäude sind entstanden, die nur für das Buch der Bausünden taugen.
    Andererseits muss auch der sog. Städtebau stimmen. Damit ist die vielfältige Struktur der Stadt gemeint, die von „Thiele & Co“ nicht gerade in den Vordergund des Denkens gestellt wurde.
    Beispiele:
    Ahrensburg lebt von Konzepten – ohne Pläne zu haben. Das kann nichts werden.bb
    In Ahrensburg fehlen Prioritätslisten. Das gilt nicht nur für städtebauliche Belange.
    In Ahrensburg ist kein Platz für kreative Ideen.
    Die Bürger vermissen die gute Verlässlichkeit – in allen Bereichen und Ebenen
    Ahrensburg hat selbst für Sünden keine Gegenmittel parat, die heilen würden. So kann die Große-Straße nur dann wieder zur Guten Stube der Stadt werden, wenn zuvor und zuerst die östliche Rampe in der Klaus-Groth-Straße schlicht beseitigt wird (Lösung: Eine Zweite Rampe neben die westliche).
    In Ahrensburg wird der „Versammlungsort der Demokraten“, der Rathausplatz, zum ordinären Parkplatz verschlimmbeutelt. Lösung: Mein eigener Lösungsvorschlag – liegt im günstigsten Fall in des Bürgermeisters Schublade und nicht im Papiercontainer. Er vertröstete mit dem Wort „Geduld“.
    Die Bürger haben mit Recht keine „Geduld“. Warum auch ?
    Städtebauliche Projekte zur vielfältigen städtebaulichen Verbesserung liegen auch von mir bearbeitet vor: Z.B. „Ahrensburg-West“, oder etwa ein „kleiner Schloss-Insel-Pavillon“ – präzise dort auf der nordöstlichen Inselecke vorgeschlagen, wo die Schloss-Chefin zur Verhinderung flugs einen Großbaum hat pflanzen lassen.
    Wollen Sie wissen, warum die Seniorenresidenz gegenüber der AOK eine so merkwürdig geschwungene Fassade bekommen hat?
    Wollen Sie wissen, warum der südliche Gehweg in der Hamburger Straße, in Richtung Rondeel manchmal nur mit Gummistiefel nutzbar ist ?
    Wollen Sie wissen, warum die gebeutelten Anwohner der Lübecker Straße eine unbezahlbare Nordtangente fordern, die Anwohner der Hamburger Straße aber nur mit Ohrenschützer versehen lieber ganz darauf verzichten die Straßenseite zu wechseln ?
    Wollen Sie wissen, warum der Fotoapparat Schaden erleidet, wenn man ihn zwingt,
    den Parkhauskäfig gegenüber dem ehemaligen Maredo aufzunehmen und gleichzeitig das rote Haus mit dem ehemaligen Maredo ?
    Wollen Sie wissen, warum „der Politik“ das Schicksal einer denkmalgeschützten Kirche aber auch so was von egal ist ?
    Wollen Sie wissen, warum die Stadt Ahrensburg vor vielen Jahren und für viel Geld einen dicken sog. Altenplan hat erarbeiten lassen – aber nicht auf die Idee kommt, eine verschlossene und denkmalgeschützte Kirche unter anderem auch dafür zu nutzen, dort eine im Altenplan dringend angeratene sog. wohnortnahe Begegnungsstätte kostengünstig einzurichten ?
    Wollen Sie wissen, warum in der Adolfstraße eine supertolle Kita neu errichtet worden ist und der Passant zuschauen muss, wie sich gelangweilte Kinder im 1. Stock wie die Affen im Zoo am Fenster entlang drücken ?
    Wollen Sie wissen – aber für heute genug.

    Hermann Jochen Lange, Ammersbek

  5. Eckehard Knoll

    Lieber Herr Dzubilla,

    zum Thema „Denkmalschutz Rathaus Ahrensburg“ und zur Aktion der CDU auf dem Rondeel am vergangenen frostigen Samstag habe ich eine etwas andere Meinung als Sie – auch wenn wir sonst in manchen anderen Themen gemeinsam auf einer Linie sind. Als Anhang habe ich einen Leserbrief beigefügt, den ich auch an die Printmedien zur Veröffentlichung geschickt habe. Wenn Sie ihn – ggfs. gekürzt – auch veröffentlichen würden, würde ich mich freuen.

    Mit Dank und freundlichen Grüßen

    Ihr Eckehard Knoll

    Rathaus wird Kulturdenkmal

    Bürgernähe blieb bei der politischen Entscheidung auf der Strecke

    Das Thema Denkmalschutz für das Rathaus hat Ahrensburg seit über einem Jahr be-schäftigt. Nach den Verlautbarungen der Kieler Landesdenkmalamtes im Herbst 2012 und der gutachterlichen Beurteilung durch Architekturhistoriker der TU Braunschweig zeichnete sich Ende 2013 eine Klärung der politischen Positionen ab. Dabei wurde deut-lich, dass finanzielle und wirtschaftliche Aspekte bei der fachlichen Beurteilung der Schutzwürdigkeit prinzipiell keine Rolle spielen. Dass es beim Denkmalschutz im Übrigen nicht um „Ästhetik“ geht, erklärte die für Kultur und Justiz zuständige Landesministerin Anke Spoorendonk bei ihrem Besuch am 21. Januar in Ahrensburg. Und sie ergänzte, dass es bei der Unterschutzstellung des Ahrensburger Rathauses keine Sonderregelung geben kann: „In Schleswig-Holstein gelten auch beim Denkmalschutz Recht und Ge-setz.“ „Basta!“ war man geneigt, herauszuhören und: „Schluss jetzt mit der monatelan-gen Anhörung in Ahrensburg!“
    Doch hier lag offensichtlich ein Schwachpunkt in der kontrovers geführten Diskussion. Die sporadisch geäußerten Bedenken aus der Bevölkerung wurden von den Denkmal-schutz-Befürwortern überhört. Die am 25. Januar von der CDU auf dem Ahrensburger Rondeel spontan durchgeführte Meinungsumfrage zeigte, dass über 80% der befragten Bürgerinnen und Bürger gegen den Denkmalschutz des Ahrensburger Rathauses votier-ten. Zufällig ist das eine etwa gleich große Mehrheit und auch mit ähnlichen Argumenten wie seinerzeit beim Bürgerentscheid über die kulturhistorisch gewünschten Kastenlin-den. Vereinfach gesagt: „ Gefällt uns nicht und ist kostspielig.“
    Nun wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 27. Januar mit knapper Mehrheit entschieden: Ahrensburg beantragt die Eintragung des Rathauses ins Landesdenkmal-buch. Die daraus erwachsenden bau- und stadtplanerischen Einschränkungen sowie die finanziellen Folgen sind derzeit noch nicht absehbar. Für bauliche Maßnahmen unseres neuen Kulturdenkmales werden wir vom Land jedenfalls keine Zuwendungen erwarten können. Fördermittel von privaten Stiftungen sind möglich aber ungewiss. Dass die Stadt den Denkmalschutz nunmehr selbst beantragt hat, wird bei der großen Nachfrage nach Fördermitteln in ganz Deutschland keine Rolle spielen! Festzustellen bleibt aber auch eines: die politisch verantwortlichen Befürworter des Denkmalschutzes hat das Mei-nungsbild der Ahrensburger Bürgerinnen und Bürger anscheinend wenig interessiert. Es geht hier gewiss nicht um Basisdemokratie oder Populismus! Aber die so oft erklärte Bürgernähe ist bei der politischen Entscheidung für das Kulturdenkmal Rathaus schlichtweg auf der Strecke geblieben.
    Eckehard Knoll
    Ahrensburg

    1. Jochen Proske

      Lieber Herr Knoll,

      erstens sollten Sie das Punktekleben vom vergangenen Samstag nicht als repräsentativen Beleg für die Meinung der Ahrensburger Bürgerinnen und Bürger anführen. Es war ein vollkommen willkürliches Stimmungsbild – nicht mehr, nicht weniger.

      Zweitens haben Sie dort die falsche Frage gestellt. Ob wir das gut finden oder nicht: Die Entscheidung, ob das Rathaus unter Denkmalschutz gestellt wird, liegt nicht in den Händen der Ahrensburger Bürgerinnen und Bürger und auch nicht in den Händen der Stadtverordneten. Vielmehr ist dafür eine Landesbehörde zuständig, die auf der Basis von fachlichen und nachvollziehbaren Kriterien urteilt. Wenn Sie als Ahrensburger CDU Probleme mit diesem Landesdenkmalschutzgesetz haben, dann können Sie sich an Ihren CDU-Fraktionsvorsitzenden wenden, denn das Gesetz ist von der abgewählten CDU/FDP-Regierung beschlossen worden – mit der Stimme von Herrn Koch.

      Drittens ist Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern wichtig und gut. Sie sind doch vom Fach – erklären Sie doch dann bitte den Interessierten, wie die Zusammenhänge sind, nach welchen Kriterien wer entscheidet. Und dann wäre es doch auch schön, wenn Sie sich in der CDU dafür einsetzen könnten, auch an anderer Stelle die Meinung der Bürgerinnen und Bürger einzuholen. Sie hätten als CDU-Fraktion beispielsweise auch einmal nachfragen können, ob die Parkplätze auf der Alten Reitbahn weiterhin gebührenfrei zur Verfügung stehen sollen oder nicht. Diese Chance haben Sie damals nicht genutzt und einfach ohne Nachfragen die Parkgebühren eingeführt.

      Viertens bin ich erstaunt über Ihre Fähigkeit, in die Zukunft zu blicken. Sie schreiben, dass es für zukünftige mögliche Förderungen keine Rolle spiele, ob die Stadt selbst den Antrag auf Denkmalschutz gestellt habe oder nicht. Woher wissen Sie das? Sind Sie Hellseher? Und wenn ja, könnten Sie nicht dann auch die Lottozahlen voraussagen, dann könnte der Bürgermeister für die Stadt einen Lottoschein ausfüllen und wir würden unsere Schulden mit einem Schlag abtragen können.

      Viele Grüße
      Jochen Proske
      SPD Ahrensburg
      Stadtverordneter

  6. Anne Frey

    Lieber Herr Knoll,

    Leider ist es mir auch nach der Lektüre Ihres Leserbriefs nicht gelungen, die Argumentation der CDU nachzuvollziehen. Die CDU argumentiert seit Monaten mit der Befürchtung, dass die Unterschutzstellung des Rathauses die Stadt viel Geld kosten könne. Einen Beleg für diese These hat Ihre Partei bis zum heutigen Tag nicht geliefert, obwohl genügend Zeit vorhanden gewesen wäre, diese Befürchtung mit entsprechendem Zahlenmaterial zu belegen.
    Die mögliche Bebauung des Rathausplatzes und angrenzender Areale richtet sich nach dem Baurecht und wird zwischen dem Bauträger und dem Bauamt verhandelt auf der Grundlage von B-Plänen. Wenn es für diese Bebauung konkrete Pläne geben sollte, von denen die CDU weiß, dann wäre es sinnvoll, diese offenzulegen, damit die Bürger die Befürchtungen Ihrer Partei nachvollziehen können.
    Die CDU hat es also selbst in der Hand , die Bürgernähe zu praktizieren, die sie bei dem derzeitigen Verfahren vermisst.

    Viele Grüße

    Anne Frey

  7. Horst Hilt

    Lieber Herr Knoll,

    das kann doch nicht Ihr Ernst sein, das „Ergebnis“ dieser in meinen Augen lächerlichen Aktion auf dem Rondeel (mit kümmerlichen 80 – 90 abgegebenen Stimmen insgesamt) als repräsentativ für die Meinung der Ahrensburger Bürger ansehen zu wollen. Wie Herr Dzubilla schon in seinem Beitrag „Don Quijote auf dem Rondeel“ sagt: Das war pure Selbstdarstellung eines Herrn, der sich viel wichtiger nimmt, als er in Wirklichkeit ist. Alleine die Art und Weise, wie die Stimmabgabe in Form des Punkteklebens gehandhabt worden ist, zeigt, wie einseitig die ganze Geschichte ist. Ich war übrigens der Erste, den Herr Koch (sicherlich mit Widerwillen) vom Flipchart mit den roten Punkten zu dem mit den grünen Punkten begleiten durfte.

    Frdl. Gruß

  8. Thomas J. aus A.

    Lieber Herr Lange,

    vielen Dank für Ihre ausführlichen Kommentar. Nicht zu allen Punkten kann oder will ich etwas sagen, aber dennoch zu zweien :

    1.Rathausplatz : Ich bin erst mal gegen eine Umgestaltung („erst mal“ heißt solange, bis mir jemand ein wirklich gutes Konzept vorstellen kann). Der Rathausplatz mag momentan keine Augenweide sein, er erfüllt aber wunderbar seinen Zweck als universell nutzbarer Platz. Universell vor allem deshalb, weil fast nirgendwo Bebauung existiert, die eine universelle Platznutzung beeinträchtigt. Der Wochenmarkt, div. Veranstaltungen und auch die Nutzung als Parkplatz funktionieren Problemlos. Auch wenn er die meiste zeit als Schnöde Parkfläche genutzt wird, sieht man an der Auslastung doch, das der Bedarf mehr als vorhanden ist.
    Eine Umgestaltung, wie immer diese auch aussehen würde, würde zum einen viel Geld kosten (das die Stadt in der Regel nicht hat) und zum anderen diese universelle Nutzbarkeit mit Sicherheit einschränken. Von den Einschränkungen im täglichen Betrieb durch den Umbau mal ganz abgesehen.

    Zum Thema Rathausplatz&Parkplätze würde mich viel mehr interessieren, warum der halbe Rathausplatz mit Parkflächen unterkellert ist, diese aber seit Ewigkeiten nicht genutzt werden (können).

    2. Tiefgaragenrampen : Beide Rampen hätte man anders planen sollen. Auch wenn theoretisch die jetzige Ausfahrt neben die Einfahrt umgelegt würde, so wäre die Klaus-Groth-Straße immernoch nicht vernünftig befahrbar, da die Rampen die Straßen ausgerechnet in der Mitte blockieren. Man hätte die Rampen von Anfang an rechts oder links in die Ladenzeilen integrieren sollen, so wie es z.B. in der Hamburger Innenstadt oft zu sehen ist. So könnten PKW und Busse die Straße weiterhin befahren. Allerdings haben sich jetzt vermutlich die meisten an die (ursprünglich erzwungene) Fußgängerzone dort gewöhnt, ich schließe mich da nicht aus.

    Jetzt dürfte es für einen Umbau aber ohnehin zu spät sein, denn die Bauwerke sind bekanntlich fertig, und jede Änderung dürfte viel Geld kosten, das dann wohl wieder der Steuerzahler aufbringen dürfte, denn die Investoren werden dies sicherlich nicht tun. Und auch hier dürfte mit längerfristigen Behinderungen durch die Baustelle zu rechnen sein, auf die sicherlich alle gerne verzichten.

  9. Hermann Jochen Lange

    Lieber Thomas J. aus A.,
    ich habe auf meiner obigen Liste das Wichtigste vergessen, nämlich den Dialog zwischen den Bürgern und der Bürger mit ihrer Verwaltung und ihren politischen Vertretern.
    Erinnern Sie sich noch, „Dialog mit den Bürgern“ war sinngemäß das Wort, das der derzeitige Ahrensburger Bürgermeister wie eine Fahne vor sich her getragen hat – als es darum ging, den Chefsessel zu erobern. Und als er draufsaß ?
    Was ist bitteschön ein „Meister der Bürger“ ?
    In diesem Blogbeitrag und seinen Kommentaren kann man diesen Dialog in kleinsten Ansätzen erkennen.
    Vor Jahren in der sog. Zukunftswerkstatt wurden von einer Vielzahl engagierter Bürger Ideen gleich säckeweise produziert – und wo sind sie geblieben ?
    Der Dialog liegt dermaßen am Boden, dass beispielsweise ein bestimmter SPD-Stadtverordneter von den Wählern einerseits mit Bedacht nicht wiedergewählt wurde – andererseits sitzt er weiterhin im Bauauschuss.
    Kurioserweise wird ein derartiger Demokratie-Mutant als „Bürgerliches“ Mitglied bezeichnet. Irgendwie hat auch dabei die Ahrensburger SPD das demokratische Prinzip immer noch nicht so ganz richtig verstanden.
    Die CDU-Koch-Aktion auf dem Rondeel machte den frostigen Nicht-Dialog augenscheinlich.
    Die CDU ist die Partei mit dem großen C im Parteinamen. Man müsste ihr ´mal stecken, dass gerade 13.500 Seelen ohnmächtig um christliche Solidarität, Beistand und Dialog kämpfen.
    Auf der anderen Seite sitzen deren nur in Ansätzen tatsächlich gewählte sog. Vertreter (Kirchengemeinderat) wie in einer Geheimsekte – niemand weiß, warum sie das tun, was sie tun.
    Und was tun sie ? Sie verlängern ihre eigene Wahlperiode um zwei Jahre und BASTA.
    Das ist christlicher Null-Dialog Anfang 2014.

    Hermann Jochen Lange, Ammersbek

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