Kommentare, Verwirrte & Anonyme

Graf JournalistSeitdem ich mein Blog im neuen Outfit präsentiere, gibt es auch die Kommentar-Funktion für die Leser von Szene Ahrensburg. Hier behalte ich mir allerdings vor, dass ich einen Blick auf Kommentare werfe, bevor ich sie zur allgemeinen Lektüre freischalte – oder auch nicht.

Nicht freischalten kommt sehr selten vor, bisher nur bei zwei Kommentatoren, deren Texte nicht ganz „sauber“ waren. Und wenn dann auch noch hinzukommt, dass ein Absender einen anderen Kommentator angreift und dabei anonym bleiben möchte, dann muss ich auch seinen Beitrag „anonym“ in den Papierkorb legen.

Darüber hinaus gibt es im Internet bekanntlich auch Menschen, die einen Defekt im Oberstübchen haben. Einer davon schreibt Tag und Nacht saudämliche E-Mails, die von ziemlicher Verwirrtheit zeugen. Von „Giftmülldeponien“ in Ahrensburg ist dort die Rede, wo Menschen angeblich verbrannt oder sonst wie ermordet werden sollen. Und der Schreiber faselt was von „Judenverfolgung“ in Großhansdorf, was ihn an „Konzentrationslager“ erinnere und weshalb er sich in seiner „Lebensqualität bedroht“ fühle. Ob der Schreiber solchen Unfugs aus einer geschlossenen Anstalt schreibt, weiß ich nicht, aber es hat den Anschein. Doch für so etwas gibt es ja bekanntlich die Spam-Funktion.

Und noch etwas: Sehr viele Leser kommentieren unter Pseudonym. Das finde ich sehr schade. Sollten wir nicht alle stolz darauf sein, dass wir in Deutschland die Freiheit haben, unsere Meinung frei und öffentlich kund zu tun?! Klar, es gibt Bürger, die eine berufliche Funktion ausführen, wo ihre persönliche Meinung gleichgesetzt werden könnte mit der Meinung ihres Arbeitgebers. Aber die anderen? Vor wem haben die denn Schiss? Vielleicht vor der eigenen Courage…?

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am 4. Juni 2013

3 Gedanken zu „Kommentare, Verwirrte & Anonyme

  1. Wolfgang König

    Hallo, Herr Dzubilla,
    das Problem mit den vielen anonymen Schreibern hatten wir mindestens zweimal erörtert. Aber wenn Sie diese nicht berücksichtigen würden, hätten Sie keine sieben Antworter. Das wäre frustrierend bei über 10.000 Leseeinträgen im Monat.
    Aber irgendwie haben Sie es geschafft, dass nun sehr viele und selbst sehr lange Blogs mit 30 Antworten für einen längeren Zeitraum direkt lesbar sind, bevor sie in das Archiv entschwinden. Ich bin zufrieden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang König

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  2. Dustin Holzmann

    Ich denke zu den Pseudonymen gibt es nur zu sagen das diese eher so im Internet „gewachsen“ sind, zu einer Zeit als das einwählen ins Internet noch Geräusche erzeugte (heute nennt sich das Musik!). Damals war es gang und gebe sich einen Nicknamen auszudenken und zu verwenden. Viele Internetseiten fordern dies heute noch!
    Gerade Sie als Autor müssten Sie das doch verstehen Herr Dzubilla, veröffentlichen Sie doch selbst Bücher unter Pseudonymen. Wikipedia schreibt dazu: „Seit Mitte der 1970er Jahre schreibt Harald Dzubilla unter den Pseudonymen „Peter Riesenburg“, „Dilkó“ und „Robert Castell““. Oder sind Sie in diesen Momenten nicht stolz darauf, dass wir in Deutschland die Freiheit haben, unsere Meinung frei und öffentlich kund zu tun?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Dustin Holzmann (Kein Pseudonym ;-))

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    1. Harald Dzubilla Artikelautor

      Diese meine Pseudonyme stammen aus einer Zeit, da ich aus beruflichen Gründen mit meinem richtigen Namen nicht anderweitig in Erscheinung treten durfte und deshalb gezwungen war, Pseudonyme zu verwenden. Seitdem ich frei arbeite, mache ich kein Geheimnis aus meinen Pseudonymen, die schon lange bekannt sind. Außerdem: Pseudonyme als Schriftsteller oder Künstler sind etwas völlig Anderes als Nicknames in Kommentaren. Insofern vergleichen Sie Äpfel mit Bananen. 😉

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